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Tiergestützte Erlebnispädagogik

Ausbildung

Die Ausbildung in Tiergestützter Erlebnispädagogik besteht aus 4 Praxis-Modulen und begleitender individueller Betreuung sowie 2 Skripten mit je ca. 80 Seiten. Du kannst jederzeit in die Ausbildung einsteigen und mit jedem der 4 Praxis-Module beginnen. Du nimmst dabei zwei Mal am Workshop Erlebnispädagogik mit Hunden teil, einmal als „echter“ Teilnehmer („Basiskurs I“, siehe unten) und einmal als Co-Trainer unter Supervision („Basiskurs II“). Außerdem integriert die Ausbildung das Seminar Gewaltfreie Kommunikation mit Tieren & Tiertraining sowie ein viertes Seminar, das sich mit essenziellen Umweltaspekten innerhalb der Erlebnispädagogik sowie dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. 

 

Wir* arbeiten in der Ausbildung speziell mit und am Beispiel von Hunden, weil Hunde von allen Tieren am unkompliziertesten überall hin mitgenommen werden können und weil sie das breiteste Einsatzspektrum haben, wenn es um Tiergestützte Arbeit und Tiergestützte Intervention geht. Zudem kann man am Beispiel von Hunden vieles besonders leicht veranschaulichen. Hunde sind damit perfekte Lehr- und Lernpartner im Rahmen der Ausbildung in Tiergestützter Erlebnispädagogik – auch dann, wenn Du selber lieber mit Pferden, Kaninchen, Schafen, Ziegen, Katzen oder Bartagamen arbeiten möchtest. Deiner Phantasie und Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt – nicht zuletzt ist unser Ziel in der Ausbildung nicht, dass du bloß lernst und „nachmachst“, was es schon gibt, sondern dass du in die Lage versetzt wirst, in der Tiergestützten Erlebnispädagogik Dein ganz eigenes Ding zu entwickeln und zu realisieren. Ganz gleich mit welchem Tier oder welcher Tierart. Erlebnispädagogische Spiele und Aktionen lassen sich mit wenig Aufwand an so ziemlich alle Tiere und Tierarten anpassen, die bereit sind, mit Menschen und ggf. anderen Tieren in Berührung zu kommen und Bindungen einzugehen.

* "Wir" sind in diesem Fall meine Freundin und Kollegin Dr. Barbara Deubzer und ich, die wir "die" tiergestützte Erlebnispädagogik erfunden und entwickelt haben und sie in einer Form weitergeben, die weltweit einzigartig ist und nicht ohne weiteres kopiert werden kann. Dafür ist sie zu spezifisch geprägt von der Gewaltfreien Kommunikation mit Tieren, Elementen aus der Wildnispädagogik und den Anforderungen an Programme im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Tiergestützte Erlebnispädagogik

Inhalte der Ausbildung

Im Einzelnen widmen sich die Praxis-Module folgenden Themen:

Basiskurs I – Erlebnispädagogik mit Hunden
Einführung in die Tiergestützte Erlebnispädagogik mit Spielen und Aktionen, Gruppendynamik, Wahrnehmungsschulung, Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation (GfK), Feedback-Regeln, Reflexion

 

Tiertraining & Gewaltfreie Kommunikation mit Tieren
Lerntheorie, Trainingsstrategien, GfK  mit Tieren, GfK im Tiertraining, erlebnispädagogische Vertrauens- und Kooperationsaufgaben mit Hund, Ausdrucksverhalten des Hundes, Tierschutz

Basiskurs II – Erlebnispädagogik mit Hunden
vorbereitend: Entwicklung einer eigenen erlebnispädagogischen Aufgabe für Menschen mit Hunden aus den Bereichen Kennenlernen, Naturerfahrung, Vertrauen oder Kooperation
im Kurs: selbstständiges Anleiten der vorbereiteten Aktion inklusive Auswertung und Reflexion mit den Teilnehmern, Supervision, Übungsfeld für GfK mit Mensch und Tier, Kurs-Assistenz / Praktikum

Hund und Umwelt
Umweltbewusstes Verhalten als Tierhalter, Standorterkundung, Biotop-Erforschung, Bestimmung geschützter Pflanzen und Tiere, Heilpflanzenkunde, Naturschutz, ökologisches Netzwerken, Nachhaltigkeit

tiergestuetzte-Erlebnispaedagogik-Kastan

Tiergestützte Erlebnispädagogik:

an wen richtet sich die Ausbildung?

Die Ausbildung in Tiergestützter Erlebnispädagogik könnte das richtige für Dich sein, wenn Du in einem Beruf arbeitest (oder arbeiten möchtest), in dem Du mit Gruppen und Gemeinschaften zu tun hast, beispielsweise als
 

  • Lehrer oder Erzieher

  • Pflegemutter oder Pflegevater

  • Erlebnispädagoge

  • Hundetrainer

  • Coach oder Berater

  • Psychologe oder Psychotherapeut

  • Sozialpädagoge

  • Wildnispädagoge
     

Die Erlebnispädagogik mit Tieren weckt und schult insbesondere soziale Kompetenzen, bei Erwachsenen wie Kindern und Jugendlichen gleichermaßen und auch bei den teilnehmenden Tieren (nur auf unterschiedlichen Ebenen), darunter:
 

  • Führung und Verantwortung

  • Empathie und Achtsamkeit

  • Respekt und Rücksichtnahme

  • Kommunikation- und Konfliktfähigkeit

  • Integration und Inklusion

  • Beziehungsgestaltung

  • Selbstreflexion und Authentizität

  • Kooperation und Vertrauen
     

Die Ausbildung ist zwar grundsätzlich für Fachkräfte konzipiert, sie steht Dir aber auch offen, wenn Du (noch) keine Fachkraft in einem pädagogischen oder therapeutischen Beruf bist. Teilnehmen kannst Du auch, wenn Du „nur“ an den Thematiken interessiert bist, Dir ein neues Tätigkeitsfeld erschließen möchtest oder in Deiner Familie (z.B. mit deinen Kindern oder Pflegekindern) die Freizeit aktiv mit Tieren gestalten möchtest. Ein eigenes Tier brauchst Du nicht, um an der Ausbildung teilnehmen zu können.

Tiergestützte Erlebnispädagogik:

kann man online teilnehmen?

Online findet innerhalb der Ausbildung in Tiergestützter Erlebnispädagogik die Betreuung insbesondere zur Vorbereitung auf Basiskurs II statt. Für die Praxis-Module gibt es keinen digitalen Ersatz. In der Erlebnispädagogik findet Lernen nicht über „klassische“ Wissensvermittlung statt, sondern anhand und im Zuge eigener Erfahrung. Man lernt Erlebnispädagogik sprichwörtlich am eigenen Leib oder – frei nach dem Motto des deutschen Schriftstellers und Philosophen Gotthold Ephraim Lessing: „Das kleinste Kapital eigener Erfahrungen ist mehr wert als Millionen fremder Erfahrungen.“ Entsprechend ist ein Erlebnispädagoge ein Lehrender, der bewusst spezifische Situationen schafft, in denen seine Schüler genau das lernen, was sie brauchen, um in der Welt ihr ureigenes Potenzial entfalten zu können. Dieses Potenzial liegt in ihrem Mensch-Sein, und sie verfügen darüber völlig unabhängig von dem, was sie an „Fakten“ lernen – in welcher Weise auch immer. Derartige Lern-Räume mit Tieren zu gestalten, lernst Du nicht im Online-Kurs oder in einem Fernstudium. Denn was Du nicht selbst erlebt hast, kannst Du im Hinblick auf die Herausforderungen, die sich Dir und Deinen künftigen Teilnehmern stellen, nicht ermessen und nicht beherrschen. Und eine positive „Herrschaft“ hast Du erst, wenn Du in Deinem praktischen Können frei bist. Frei macht Dich aber nicht die Theorie. Deshalb ist Praxis das Herz der Erlebnispädagogik.

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Tiergestützte Erlebnispädagogik

Fördermöglichkeiten

Die Ausbildung in Tiergestützter Erlebnispädagogik versetzt Dich in die Lage, eigene Projekte zu konzipieren, die die Qualitätskriterien von Bildungsprogrammen für nachhaltige Entwicklung (BNE) erfüllen. Solche Programme werden von immer mehr Bundesländern finanziell gefördert. Allerdings stellen die Qualitätskataloge mit ihrem oft komplizierten „Argumentations-Korsett“ für viele Praktiker eine kaum zu überwindende Hürde dar, denn jedes Projekt muss in seinem Anliegen und seiner Umsetzung anhand der festgelegten Qualitätskriterien verteidigt werden. Damit Deine guten Ideen von Fördermöglichkeiten profitieren können, unterstützen wir Dich gern bei Konzeption, Argumentation und Antragstellung – sprich uns einfach an!

Tiergestützte Erlebnispädagogik – Zertifikat

Nach Abschluss Deiner Ausbildung in Tiergestützter Erlebnispädagogik erhältst Du ein Zeugnis über die absolvierten Praxis-Module und Deine erworbenen Fähigkeiten. Ein bestimmter „Titel“ ist mit diesem Zeugnis nicht verbunden, denn es gibt keine entsprechende geschützte Berufsbezeichnung. Deshalb haben wir uns auch keinen „Titel“ einfallen lassen – uns ist wichtiger, was Dich insgesamt ausmacht und in Deiner Arbeit mit Mensch und Tier das Licht der Welt erblicken will. Und das ist so besonders und so einzigartig (garantiert!), dass sich das ohnehin nicht in irgendeinen Titel zwängen lässt. Nimm unsere Ausbildung als Startbahn und eigne Dir an, was Du brauchst, um abzuheben. Und dann flieg – wir freuen uns auf Dich!

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Tiergestützte Erlebnispädagogik

Termine & Veranstaltungsorte

Basiskurs I                     8. bis 11. April 2021                Schloss Buchenau bei Eiterfeld (Nähe Fulda)
Tiertraining & GfK       10. bis 13. Juni 2021                 Schloss Buchenau bei Eiterfeld (Nähe Fulda)
Basiskurs II                  16. bis 19. September 2021     Schloss Buchenau bei Eiterfeld (Nähe Fulda)
Hund & Umwelt             7. bis 10. Oktober 2021           Schondorf am Ammersee

Aufgrund der "rollenden" Organisation ist der Einstieg in die Ausbildung jederzeit möglich. Die einzelnen Module können in beliebiger Reihenfolge wahrgenommen werden.

 

Die Ausbildung auf einen Blick

 

Kursleitung:              Judith Böhnke & Dr. Barbara Deubzer
Kosten:                      1.795 Euro zzgl. individuelle Anreise, Unterkunft und Verpflegung
                                    Die Kursteilnahme ist für Hunde kostenfrei, allerdings fallen zusätzliche
                                    Beherbergungskosten für die Vierbeiner an.
                                    Buchung unter: www.schloss-buchenau.de/kinderdererde


Leistungen:                  - 16 Tage

                                      - 2 Skripte, 1. "Grundlagen der tiergestützten Erlebnispädagogik"

                                                           2. "Tiertraining, Tiergestützte Arbeit und Gewaltfreie Kommunikation"

                                      - online Betreuung,

                                      - Supervision


Teilnehmerzahl:        min. 8, max. 16, davon max. 10 Hunde
Nachweis:                   Zertifikat „Tiergestützte Erlebnispädagogik“