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Erlebnispädagogik mit Hunden
Workshop

Wenn du gern draußen bist und Lust auf Erfahrungen hast, die Du noch nie gemacht hast (vor allem nicht mit (D)einem oder mehreren Hund/en), ist der Workshop „Erlebnispädagogik mit Hunden“ möglicherweise genau das Richtige für Dich. Wenn Du schon weißt, was sich hinter „Erlebnispädagogik“ verbirgt, überspring die folgende kurze Einführung gern und lies unten bei Wie funktioniert Erlebnispädagogik mit Hunden? weiter. Falls du dir unter dem Begriff noch nicht so richtig etwas vorstellen kannst (oder wegen dem Wort "Pädagogik" nichts, was Spaß macht), lass Dich überraschen.

Erlebnispädagogik bedient sich des Begriffes „Pädagogik“, weil – wie könnte es anders sein – etwas gelernt wird. Zum einen ist die Art des Lernens jedoch eine andere als gewohnt und auch das, was gelernt wird, lässt sich für Dich (wie auch für jeden anderen Teilnehmer einschließlich Deines oder eines Hundes) nicht in einem von mir vorformulierten Lernziel festmachen. Zwar verfolgt die Erlebnispädagogik diverse „pädagogische“ Ziele. Wie und worin sich diese für den einzelnen Teilnehmer verwirklichen, ist jedoch sehr individuell, hat also viel mit seinem individuellen So-Sein zu tun, mit seinen Erfahrungen, Überzeugungen, Lebensthemen, Werten und Wünschen.

Was ist Erlebnispädagogik?

Ganz allgemein stellt das Konzept der Erlebnispädagogik darauf ab, sich selbst zu entdecken – in einem Umfeld, das sich in zwei Aspekten grundlegend vom Alltagsumfeld des Einzelnen unterscheidet. Der Raum, in dem Erlebnispädagogik typischerweise stattfindet, ist zum einen Natur – idealerweise Wald – und zum anderen Gemeinschaft, wobei die Gemeinschaft von den Teilnehmern des jeweiligen Programms gebildet wird und in ihrer Struktur dem „Clan“ entspricht, der einst die ganz ursprüngliche, quasi „natürliche“ Gesellschaftsform des Menschen war. Ein Clan ist eine (Über-)Lebens-, Arbeits- und Unterstützungsgemeinschaft, in der es auf die Fähigkeiten und Talente jedes einzelnen Mitglieds ankommt, ganz egal, wie alt dieses Mitglied ist, ob es gesund oder krank ist, irgendetwas „besonders gut“ kann oder nicht oder ob es sogar in irgendeiner Weise gehandicapt ist. In so einer Gemeinschaft zählt jeder gleich viel. In der Erlebnispädagogik mit Hunden gilt das auch für die teilnehmenden Hunde – die Hunde sind dort nicht, um zu zeigen, wie gehorsam sie sind, sondern wie fähig und bereit, sich gemeinsam mit („ihren“) Menschen auf Abenteuer einzulassen und diese zu bestehen.

Die Abenteuer kommen in Gestalt bestimmter Spiele und Aufgaben daher, denen sich die jeweilige Gruppe stellt. Für Gemeinschaften ohne Hundebeteiligung gibt es mittlerweile unzählige Aktionen, die unter anderem aus der Theater-, Abenteuer- und Spielpädagogik stammen, aus der Wildnispädagogik entlehnt wurden oder der Sozialpädagogik und sogar diversen Natursportarten abgeschaut worden sind. Jede Aktion stellt andere Anforderungen, wobei es vier Schwerpunktbereiche gibt:

  • Kennenlernen

  • Naturerfahrung

  • Vertrauen

  • Kooperation
     

Jede Gemeinschaft muss (nein, darf ;o) ) dabei individuell und für sich herausfinden, wie sie es vom Augenblick des ersten Kennenlernens bis zur hohen Kunst echter Kooperation zur Meisterschaft bringt. In der Essenz eine spannende Reise auf den Spuren jedes Einzelnen zu sich selbst und in die Begegnung und Berührung mit anderen – in der Erlebnispädagogik mit Hunden mit Zwei- und Vierbeinern gleichermaßen.

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Wie funktioniert Erlebnispädagogik mit Hunden?

Für die Erlebnispädagogik mit Hunden haben meine Freundin und Kollegin Dr. Barbara Deubzer und ich (die wir "die" tiergestützte Erlebnispädagogik erfunden haben) eigene Spiele und Aufgaben entwickelt, die eine aktive Beteiligung von Hunden ermöglichen. In unserer Zusammenarbeit ist unser Workshop einzigartig und (tatsächlich weltweit) einmalig – Barbaras Schwerpunkt liegt dabei auf Pädagogik und Gruppendynamik, meiner auf der Mensch-Hund-Beziehung und dem Gruppenverhalten der Hunde. Wir beide sind ausgebildet in Gewaltfreier Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg (die für uns gerade aus der Erlebnispädagogik mit Hunden nicht wegzudenken ist). Als Biologin und Überlebenstrainerin lässt Barbara zudem jede Menge Wildniswissen in unser Programm einfließen – Trainings-Tipps und -Tricks sowie ein bisschen Hundepsychologie kommen von mir, ebenso wie manch kleiner Einblick in das, was ich in meiner sonstigen Arbeit als psycho-somatische Praktik bzw. psycho-somatisches Coaching bezeichne.

Das, was wir im Workshop am meisten haben (auch als Workshop-Leiter übrigens) ist Spaß – Spaß am Gemeinsamsein, Spaß an den teilnehmenden Hunden, Spaß am Entdecken und Erkunden, am Neugierigsein und Ausprobieren, Reden und Riskieren, Scheitern, Gewinnen, Lauschen, Fühlen und Erkennen. Der Workshop gibt Raum für das, was im Alltag mit seinen vielen Verpflichtungen allzu leicht vergessen oder geopfert wird. Wie oft stellen wir eigene Bedürfnisse zugunsten „wichtigerer Dinge“ zurück – vielfach, ohne es zu merken? Wie oft ordnen wir die Bedürfnisse unseres Hundes, unserer Kinder, unseres Partners „wichtigeren Dingen“ unter – ohne es zu merken? Dabei sind Bedürfnisse „Offenbarungen des Lebens“, wie Marshall B. Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation einmal gesagt hat. Sie sind nicht dazu da, übergangen, verneint oder aufgeopfert zu werden, im Gegenteil. Denn nur, wenn sich Bedürfnisse erfüllen dürfen, bekommen wir Zugang zu Lebensglück.

Womit wir bei einem grundsätzlichen „Lernziel“ der Erlebnispädagogik mit Hunden – so wie Barbara und ich sie verstehen – angekommen wären. Aber mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Gönn Dir und Deinem Hund eine Auszeit, die mehr ist. Mehr, als irgendjemand wissen – oder auch nur ahnen – kann. Wenn Du keinen eigenen Hund hast, kannst Du trotzdem teilnehmen. Allein, mit Partner oder der ganzen Familie. Glücklich zu sein ist keine Kunst, sondern ein Zustand, für den man tatsächlich nicht mehr braucht als das, was ist.

Erlebnispädagogik mit Hunden

Teilnahmebedingungen

Am Workshop teilnehmen kann jeder, der Hunde mag, wie gesagt ganz gleich, ob er selbst einen Hund hat und zum Workshop mitbringt oder nicht. Familien sind ebenso willkommen wie Einzelpersonen, Paare oder was sonst an Konstellationen denkbar ist. Wer ohne Hund kommt, braucht keine Hundeerfahrung (der Workshop eignet sich z.B. auch, um Hunde grundsätzlich näher kennenzulernen, etwa im Vorfeld der Anschaffung eines Hundes o.ä.). Und auch die Hunde müssen grundsätzlich nichts können.

Die einzige Teilnahmebedingung für Hunde ist Sozialverträglichkeit. Der Workshop ist zwar kein Ort, um an Verhaltensproblemen zu arbeiten, zum "nett sein" braucht ein Hund aber nur ein gutes Herz und einen ebensolchen Kern. Es können Welpen ebenso teilnehmen wie Hunde-Senioren, Hunde mit Handicap und Hunde mit oder ohne Begleithundeprüfung. Ist Sozialverträglichkeit gegeben, dürfen sogar Hunde dabei sein, die es im Alltag mit dem „Gehorsam“ nicht so ernst nehmen. Spaß haben kann man auch „ohne Ohren“ – besonders in der Erlebnispädagogik. Wenn du unsicher bist, ob der Workshop für Deinen Hund geeignet ist, melde dich gern vorab und frag alle Deine Fragen.

Wissenswert
Grundsätzlich findet der Workshop auf Schloss Buchenau bei Eiterfeld (Nähe Fulda) statt, denn dort haben wir ideale Bedingungen hinsichtlich Unterkunft und Verpflegung sowie der waldreichen Umgebung und weiterer Möglichkeiten (Lagerfeuer, Grillen, Spaziergänge etc.). Der Workshop kann darüber hinaus überall stattfinden, wo vergleichbare „Infrastruktur“ gegeben ist. Möchtest du Erlebnispädagogik mit Hunden für Dein Unternehmen buchen, für Deine Kunden oder Klienten oder als besonderes Event anlässlich eines bestimmten Ereignisses, melde Dich gern. Der Workshop ist auch als Führungskräfte-Training adaptierbar. Je nach Bedarf halten wir ihn auf Deutsch oder Englisch.

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Erlebnispädagogik mit Hunden

Termine & Veranstaltungsort

Der Workshop Erlebnispädagogik mit Hunden ist Teil der Ausbildung Tiergestützte Erlebnispädagogik. Optimal ergänzen lässt er sich mit dem Workshop Tiertraining & Gewaltfreie Kommunikation mit Mensch & Tier oder dem entsprechenden Online-Kurs. Falls Du Dich aus beruflichen Gründen für die Erlebnispädagogik mit Hunden interessierst, ist für Dich vielleicht auch das Thema Trauma-Edukation interessant oder die Tiergestützte Arbeit & Intervention.

Der Workshop auf einen Blick

Termin                         16. bis 19. Juni 2021

Ort                                Schloss Buchenau bei Eiterfeld (Nähe Fulda)

Weitere Termine nach individueller Vereinbarung.

 

Infos auf einen Blick:

 

Kursleitung                Judith Böhnke & Dr. Barbara Deubzer
Kosten                         345 Euro zzgl. individuelle Anreise, Unterkunft und Verpflegung
                                      Für Hunde ist die Kursteilnahme kostenfrei, allerdings fallen
                                      zusätzliche Beherbergungskosten für die Vierbeiner an.
                                      Buchung unter: www.schloss-buchenau.de/kinderdererde


Teilnehmerzahl          min. 8, max. 16, davon max. 10 Hunde
Nachweis                    Teilnahmebescheinigung